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Die Außenlager des KZ Neuengamme
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Das Netz der Außenlager des 1938 bei Hamburg gegründeten Konzentrationslagers Neu-
engamme zog sich über ganz Nordwestdeutschland. Auch in der Region Braunschweig-
Salzgitter gab es mehrere dieser Außenlager:
– Im KZ Drütte waren zwischen Oktober 1942 und April 1945 ca. 3.000 Männer beim
Bau einer Produktionsstätte für Granaten auf dem Gelände der Reichswerke „Her-
mann-Göring“ und bei der Produktion selbst eingesetzt.
– Im KZ Watenstedt/Leinde waren zwischen Mai 1944 und April 1945 ca. 2.000 Männer
und 1.000 Frauen untergebracht; sie mussten bei den Stahlwerken Braunschweig in der
Rüstungsproduktion arbeiten.
– Im KZ Salzgitter-Bad waren von September 1944 bis April 1945 ca. 500 Frauen unter-
gebracht und in der „Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbedarf“ zur Rüstungs-
produktion eingesetzt.
– Im Außenlager SS-Reitschule in Braunschweig befanden sich zwischen Mitte Dezem-
ber 1944 und Ende Februar 1945 ca. 800
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meist jüdische Frauen, die zum Trümmer-
räumen eingesetzt wurden.
Auch das KZ-Außenlager Schillstraße in Braunschweig und sein Unterkommando
Vechelde wurden dem KZ Neuengamme unterstellt.
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Liedke/Zacharias, Schillstraße, S. 12f.
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Die Angaben über den Zeitraum und die Zahl der Häftlinge wurden dem (noch nicht veröffentlichten)
Manuskript des Autors „Das KZ-Außenlager SS-Reitschule in Braunschweig 1944-1945“, Braunschweig 2004
entnommen.