Seite 20 - Von_Otto_bis_Phaeno

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Residenz Wolfenbüttel
In der Flussniederung der Oker, vermutlich am
Übergang einer Handelsstraße, wird erstmals zwischen
1118 und 1121 ein
Widukind von Wulferesbutle
erwähnt.
Er war Angehöriger eines Ministerialengeschlechts, das
zunächst von den Brunonen, später von den Welfen
abhängig war.
Die Inhaber dieser
Wasserburg Wolfenbüttel
stie-
gen bald bis in die Reichsministerialität auf. Das führte
zwangsläufig zu einem
Gegensatz zu den
in Braun-
schweig residierenden
Welfen
, die zweimal sogar mit
ihren eigenen Dienstmannen um diese Burg kämpfen
mussten: das erste Mal, als Heinrich der Löwe 1191 die
Burg eroberte; ein halbes Jahrhundert später erneut, als
Gunzelin von Wolfenbüttel, immerhin staufischer Reichs-
truchsess, eine antiwelfische Herrschaft von Peine bis
zum Elm und zur Asse aufbaute. Seit 1234 erschien die
Wolfenbütteler
Schloss von
Osten mit
Komet, Öl auf
Leinwand, 1681.