Seite 99 - Karl_und_Wilhelm_3

Basic HTML-Version

der Ehemann von Wilhelms Cousine Elise, die
1873
verstarb; als König (ab
1858
als Regent) folgte Elises Schwager
Wilhelm I., zu dem Herzog Wilhelm freundschaftliche Beziehungen seit seiner preußischen Militärzeit (Februar
1826
bis September
1830
) pflegte. Der neun Jahre ältere Wilhelm I. führte zum Abschluss seiner Militärzeit als
Generalleutnant das Gardekorps. Herzog Wilhelm hatte zu seinen Cousinen zeitlebens ein sehr gutes – nahezu
„schwesterliches” – Verhältnis. Außerdem war seine Urgroßtante Prinzessin Luise Amalie von Braunschweig-
Wolfenbüttel (
1722
-
1780
), Schwester von Karl I., seit
1742
mit dem preußischen Prinzen August Wilhelm (
1722
-
1758
)
verheiratet, die weibliche Vorfahrin, die „Stamm-Mutter”, aller noch folgenden preußischen Herrscher.
13
Hierzu: Band I, Seite 635 und Band II, Seiten
283
und
375
, dort: Anmerkung
292
.
14
Hierzu: Britta Berg, „Zeitungen und Zeitschriften aus Braunschweig”, Brg. Wst., Band
40
,
1995
, Seiten
41
u.
42
.
15
Julius Hartmann, „Meine Erlebnisse in hannoverscher Zeit (
1839
-
1866
)”, Wiesbaden
1912
, Seite
1
.
16
Hierzu: Band I, Seite
596
ff., insbesondere Frank Engerhausen über Gotha und Anmerkung
202
(Band II, Seite
371
). Bismarck sagte sinngemäß:
1848
und
1849
habe man den Fehler gemacht, nicht kämpfen zu wollen. Vielmehr
sollten Reden und Mehrheitsbeschlüsse eine Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse herbeiführen, die man
nur mit „Eisen und Blut” hätte erreichen können.
17
Band I, Seiten
592
ff.
18
Hans Philippi, „Preußen und die braunschweigische Thronfolgefrage,
1866
-
1913
”, Hildesh.
1966
, Seite
11
.
19
Manfred Hamann in: Nds. Jb., Band
53
,
1981
, Seite
15
.
20
Thomas Nipperdey, „Deutsche Geschichte
1866
-
1918
”, München
1992
, 2. Band, Seite
875
.
21
Wilhelm Brauneder, „Deutsch-Österreich
1918
.-Die Republik entsteht”, Wien und München
2000
.
22
Band I, Seite
427
. Hierzu auch: Bernhard Kiekenap: „Herzog Wilhelm und die standesgemäße Heirat” in
„Braunschweig-Bevern”, Braunschweigisches Landesmuseum
1997
, Seiten
315
-
327
.
23
Linealerbfolge: Erbfolgeordnung in der die Nähe der Linie, hier Welfenlinie, und nicht der Verwandtschaftsgrad
(Nähe des Blutes) sind für das Erbe bestimmend.
24
Otto Bohlmann, „Die prioritätischen Ansprüche Preußens an das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel”, Berlin
1861
, Seiten
57
und
58
.
25
U.a. „Die Regierungsfolge im Herzogtum Braunschweig nach dem Erlöschen des Braunschweig-Wolfen-
büttelschen Fürstenhauses”, Berlin
1861
, anonymer Verfasser, vermutlich Kammerassessor August Spohr. Weiterer
anonymer Verfasser, „Braunschweigs Anschluss an Preußen”, Berlin
1861
, Verlag Julius Springer, Seiten
23
ff. u.
31
ff.
26
Hans Philippi, wie Anm.
18,
Seite
15
.
27
Fredy Köster, „Hannover und die Grundlegung der preußischen Suprematie in Deutschland,
1862
-
1864
”, Hildes-
heim
1978
, Seiten
106
ff.
28
Staatsrat Dr. Zachariä, „Zur sogenannten Braunschweigischen Successions-Frage”, Leipzig
1862
29
Ebenda, Seite
14
.
30
Ebenda, Seiten
25
ff.
31
Fredy Köster, ebenda, Seite
107
.
32
Hans Philippi, wie Anm.
18
, Seite
32
.
33
„Actenstücke zur Frage der Erbfolge im Herzogthum Braunschweig”, Hannover
1885
, Seiten
23
ff.
34
Am
7
. Juni
1874
notierte Wilhelm in Wien in sein Tagebuch: „um
1 /2 6
Uhr zu Tisch Ernst und [Schwester]
Friederike, geduzt!”
35
Bismarck, „Gedanken und Erinnerungen”, Neuausgabe
1928
, Seite
246
.
36
Heinrich Lutz, „Zwischen Habsburg und Preußen”, Deutschland
1815
-
1866
,
1985
, Seite
434
.
37
Bismarck, ebenda, Seite
266
.
38
Lange, Karl, in: „Braunschweig Reichsland? Die Alldeutschen und die Thronfolgefrage”, Brg. Jb. Nr.
70
aus
1979
,
Seite
109
. Lange bezieht sich auf einen Aufsatz von Dieter Brosius über den hannoverschen Staatsminister Bodo
von Hodenberg (
1826
-
1907
) in: Nds. Jb. Band
38
,
1966
, Seite
160
.
39
Bismarck (
1815
-
1898
), Otto Fürst von, preußischer Staatsmann. Nach Studium der Rechtswissenschaften in Göt-
tingen in den Jahren
1832
bis
1835
, Verwaltungsdienst und ab
1837
Referendar bei der Potsdamer Regierung; dann
Militärdienst, Landwirtschaft auf Gut Schönhausen, Abgeordneter im sächsischen Provinziallandtag und
1847
auch
Mitglied des Vereinigten Landtags. Sein Auftreten im Jahre
1848
verschaffte ihm den Ruf als ultrakonservativer
Junker. Im Jahre
1851
vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zum Legationsrat und Gesandten beim
Bundestag in Frankfurt ernannt. Von
1859
bis
1862
Gesandter in Petersburg, ab
24
. Mai
1862
in Paris, jedoch bereits
wenige Monate später abberufen und am
24
. September
1862
zum Staatsminister ernannt, gleichzeitig mit dem
interimistischen Vorsitz im Ministerium beauftragt. Mit der Gründung des deutschen Reiches im Jahre
1871
wurde
Bismarck Reichskanzler, in den Fürstenstand erhoben und mit einer großen Domäne in Lauenburg einschließlich
Sachsenwald beschenkt. Am
20
. März
1890
nahm Kaiser Wilhelm II. Bismarcks Entlassungsgesuch an, gleichzeitig
erhielt er den Titel als Herzog von Lauenburg und wurde zum Generaloberst der Kavallerie befördert. Für den Rest
seines Lebens betrachtete Bismarck die Berliner Politik sehr kritisch, obgleich sein Andenken mit zahlreichen
Denkmälern geehrt wurde. Die Gesamtzahl aller Standbilder, Gedenksteine Obelisken, Säulen und Türme betrug
Anfang des
20.
Jahrhunderts
309
. (Meyers Lex.,
6
. Aufl., Bd.
2
, S.
908
ff.).
40
Schwarzenberg (
1800
-
1852
), Fürst Felix von, Österreich. Ministerpräsident, vgl. Anm. Band II, Seite
306
.
375