Die Keimzelle des Unternehmens lag in der Universitätsstadt Halle in der Verlagsbuchhandlung
C.A.Schwetschke & Sohn. Mit Herausgabe der "Halleschen Literaturzeitung" schaffte es der
Firmengründer, auf sich aufmerksam zu machen.
Immerhin gehörte Klopstock zu den Autoren,
so gelang manche spektakuläre Erstveröffentlichung. Die Firma Schwetschke war später ein
bedeutender wissenschaftlicher Verlag.
Im Jahr 1852 siedelte das Unternehmen unter der Leitung von Harald Bruhn nach Braunschweig
über, weil die Besitzer hofften, vom regen geistigen Leben der Stadt zu profitieren. 1885
wurde das Unternehmen an Eugen Appelhans verkauft, der dem Verlag seinen heutigen Namen
gab. Auch ein Schulbuchverlag von H. Bruhn ging in den Appelhans Verlag über.
An Zeitschriften wurde u.a. gedruckt:
- Theologischer Jahresbericht und Jahrbuch für protestantische Theologie
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Zeitschrift für Mikroskopie
- Zeitschrift für Rechtspflege im Herzogtum Braunschweig
- das Neue Braunschweiger Schulblatt
Von hervorragenden Werken seien nur genannt:
- Corpus reformatorum (43 Bände)
- Giesebrechts Geschichte der deutschen Kaiserzeit
- Muspratts chemische Technologie
- Luthers Werke (8 Bände)
Mit dem Hofbuchhändler Rudolf Stolle leitete ab dem Jahr 1908 ein Mann das Unternehmen, der
es als seine Aufgabe ansah, die Kultur des Braunschweiger Raumes zu pflegen. Als zweites
Unternehmen erwarb die Firma unter Hans Stolle, dem Sohn von Rudolf Stolle, 1940 einen
Druckereibetrieb in Salzgitter.
Er verkaufte 1962 aus Altersgründen das Unternehmen E.
Appelhans & Co. an Karl und Joachim Ruth. Salzgitter wurde für mehrere Jahrzehnte zum
Hauptsitz der Firma. Die Konzentration in diesem Zeitraum lag vorrangig in der Produktion
von Drucksachen.
1989 übernahm Oliver Ruth die Leitung der Druckerei Appelhans und startete mit der
Stadt Salzgitter erste Buchprojekte. Das war der Beginn, den Buchverlag wiederzubeleben.
Im Jahr 1998 kehrte das Unternehmen nach Braunschweig zurück.
Der altehrwürdige Appelhans Verlag, der also nie aufgehört hat
zu existieren, ist heute ein Unternehmen der
Ruth Printmedien.
Der Verlag sieht es nach wie vor als seine Aufgabe an,
Literatur zu veröffentlichen, in der sich das moderne facettenreiche
Leben der Region und zugleich ihr historisches Vermächtnis widerspiegeln.
